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1. Februar 2022

ZSG Forstinning hadert mit dem Abstiegsgespenst

Luftpistolenschützen steuern auf das Saisonende zu

Landkreis – Nur noch zwei der insgesamt zehn Wettkampfrunden sind im Restprogramm zu absolvieren, langsam entscheiden sich alle Titel- und Abstiegsfragen bei den Luftpistolenschützen im Gau Ebersberg. Während in der LP Gauoberliga die erste Mannschaft der SG 1809 Grafing nur noch sehr theoretisch nicht Meister werden kann, geht es am anderen Ende der Tabelle eng her.

Hier befinden sind derzeit neben dem Schlusslicht Oberelkofen etwas überraschend auch die vier Aktiven der ZSG Forstinning auf einem Abstiegsplatz. Den früheren Bezirksligisten aus dem Landkreisnorden plagen schon die ganze Saison personelle Probleme und gesundheitsbedingte Ausfälle. In der siebten Runde waren die ZSG´ler endlich einmal wieder sehr ordentlich unterwegs, gegen die Parsdorfer Reserve wurden starke 1420 Ringe gemeldet. Dumm nur, dass der Gegner zwei Ringe mehr in die elektronischen Messtunnel schickte, eine weitere knappe und ebenso unnötige Niederlage war eingefahren. Der derzeit viertplatzierte, Diana Lorenzenberg, darf sich nach einer deutlichen 1434 zu 1354 Niederlage beim Spitzenreiter Grafing noch nicht sicher sein, der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz beträgt nur zwei Punkte und der Berger Ringschnitt rechtfertigt eher wenig Optimismus. Der dürfte auch bei Adlerhorst Oberelkofen im Keller liegen: Um das rettende Ufer noch zu erreichen, müsste das Quartett um Bernhard Zimmermann nach der jüngsten 1405 zu 1391 Niederlage gegen die SG Tulling alle Wettkämpfe im Restprogramm gewinnen und die ZSG dürfte nicht mehr punkten. Beides erscheint leider eher unwahrscheinlich.

Mit der SG 1860 Hohenlinden steht der erste Titelgewinner der Saison fest. Der Spitzenreiter der Gauliga Nord wird nach einem 1401 zu 1393 Erfolg über den Verfolger Zorneding erstmals ins Oberhaus aufsteigen. Auch der Absteiger steht bereits fest, die SG Ottersberg trat in der gesamten Rückrunde nicht mehr an und kann die zum Klassenerhalt nötigen Punkte bereits jetzt nicht mehr einfahren. Hubertus Poing 2 verbesserte nach einem 1394 zu 1299 Erfolg über Parsdorf 3 das eigene Punktekonto und auch Markt Schwaben buchte noch einen Zweier (0:1384 gegen Ottersberg).

Die Elkofener Burgschützen machen es in der parallelen Südgruppe der Gauliga unfreiwillig spannend: Im direkten Vergleich unterlag der Spitzenreiter jüngst dem Verfolger Glonn 2 mit 1371 zu 1358 Ringen und nun sind es nur noch zwei Punkte Vorsprung, den es unbedingt zu retten gilt. Da das Restprogramm der Burgschützen mit den Teams von Sebastiani Ebersberg und der SG Bruckhof jedoch durchaus machbare Aufgaben bereithält, ist in Sachen Oberligaaufstieg weiterhin alles möglich. Am vergangenen Donnerstag unterlagen die Kreisstädter dem Tabellendritten Adler Kirchseeon mit 1329 zu 1352 Ringen, Bruckhof verlor gegen Edelweiß Kirchseeon mit 1229 zu 1365 Zählern.

Die ringstärkste Mannschaft der A-Klasse 1 wird dort aktuell „nur“ auf dem dritten Rang geführt: Grafing 3 gewann mit 1301 zu 1356 Ringen gegen die Reserve der SG Hohenlinden, das brachte jedoch keine Verbesserung im Klassement, denn sowohl Ingelsberg (1249 zu 1373 bei Lorenzenberg 3) als auch der Spitzenreiter Eglharting (1232 zu 1355 gegen die Adlerreserve aus Kirchseeon) gewannen ihre Vergleiche.

Moosach wird künftig wieder in der Gauliga antreten! Die vier Königseiche Schützen haben sich nach einem 1351 zu 1316 über die Tullinger Reserve einen uneinholbaren Vorsprung erarbeitet. Frohsinn Egmating verlor gegen Berganger Rohrsdorf mit 1290 zu 1306 Ringen, Punkte kassierte hingegen die Hubertusreserve aus Eglharting, die gegen die abgemeldete Truppe von Grafing 2 mit einem 1334:0 am grünen Tisch profitierte.

Den fünften Sieg der Saison feierte die Reserve aus Gsprait in der B-Klasse. Mit einem 1240 zu 1343 über Ingelsberg 3 verbesserten die Seeschützen ihren Ringschnitt vor dem entscheidenden Showdown gegen Glonn 3 noch einmal um ein gutes Stück. Die Feuerschützen überzeugten gegen Hohenlinden mit 1305 zu 1243 und benötigen nun einen Sieg mit gehörigem Ringvorsprung, wenn es in Sachen Meisterschaft noch klappen soll: Ein Plus von 48 Ringen müssten die Glonner im abschließenden direkten Vergleich herausschießen, damit es noch zum Titel reicht. Bestimmt nicht einfach, aber immerhin machbar.