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24. Februar 2020

Unverschuldeter Autounfall stoppt Parsdorfer LP Team

Klassenerhalt wahrscheinlich gescheitert – sogar Gegner legen Veto ein

Landkreis – Einen besonders tragischen Verlauf nahm der letzte Bayernliga Wettkampftag für die Luftpistolenschützen von Edelweiß Neufarn Parsdorf am 16. Februar. Die fünf Aktiven waren in zwei Fahrzeugen hintereinander nach Ried in Niederbayern unterwegs, als sie morgens gegen acht Uhr auf der B12 ein entgegenkommender Jaguar aus dem Weg räumte. Das erste Fahrzeug von Gerhard Hebler wurde noch gestreift, in den fast neuen VW Tiguan von Bernd Obkirchner krachte der Unfallgegner dann frontal, mit Prellungen ging es für sechs Personen mit dem Sanka ins Krankenhaus.
An einen Wettkampf war danach nicht mehr zu denken, beide Begegnungen im Bayernliga Abstiegskampf wurden vom Ligaleiter Herrn Gegner zum völligen Unverständnis aller Beteiligten sofort mit 0:5 gegen Parsdorf gewertet, obwohl dieser unverzüglich vom Unfall und dem daraus folgenden Nichtantreten der fünf Parsdorfer in Kenntnis gesetzt wurde. „So sieht es das Regelwerk vor“, auch ein Einspruch beim Landesverband durch die Parsdorfer LP Schützen brachte bis dato keine Änderung der Situation.
Da von diesem Nichtantreten auch unmittelbare Mitstreiter um den Abstieg profitierten, verschob sich das Tabellenbild für die fünf Edelweißschützen zum klaren Nachteil: Mit letztlich 10:18 Punkten und durch die beiden 0:5 Wertungen am Ende mit „nur“ 25:45 Duellsiegen rutschte die Parsdorfer Erste auf den Abstiegsplatz sieben während die SG Ried und die SG Lampertshofen mit ebenfalls 10:18 Punkten einen danach besseren Duellwert auf dem Konto hatten und die Klasse halten konnten.
Die unmittelbar betroffene SG Ried wollte auf diese Weise nicht ihren Klassenerhalt feiern und legte beim Ligenleiter ebenfalls ein Veto gegen die Wertung ein, schlug dort fairerweise einen direkten Vergleich beider Mannschaften vor, ohne Erfolg. Neben dem Vorletzten aus Ried hätten die Edelweißschützen an diesem Tag noch gegen den Tabellenletzten VSG Dingolfing antreten müssen, zumindest gegen die derzeit ersatzgeschwächte VSG hätte Edelweiß nahezu sicher gewonnen.
Der Punkt im Reglement „Nichtantreten bei höherer Gewalt“ sieht zudem eine Strafe von 100,-€ vor, darauf verzichtete der Landesverband großzügig!
Für den zweiten Gauteilnehmer Hubertus Poing lief es an diesem Tag deutlich erfreulicher, mit hervorragenden 1832 zu 1803 Ringen sowie in drei von fünf Duellen bezwangen die Poinger zuerst die SG Lampertshofen, Ingo Schweinsberg zauberte beachtliche 377 Ringe. Danach gewannen die Hubertusschützen sogar noch gegen den feststehenden Aufsteiger Wildbach Landshut völlig überraschend und glatt mit 5:0 Duellen, Claudia Plumbaum erwischte mit 378 Ringen einen sagenhaften Wettkampf. Scheinbar waren die Gegner aus Niederbayern bereits derart in Feierlaune, dass sie auch die Ringwertung klar versemmelten (1774 zu 1825).

Die Abschlusstabelle:

1. FSG Prien                                       22:6                45:25 Duelle  1823,57 Ringe
2. Wildbach Landshut                     20:8                41:29               1814,64
3. Edelweiß Tading                          18:10               38:32               1810,14
4. SV Hubertus Poing                      14:14               36:34               1797,71
5. Bergschützen Ried                      10:18                33:37               1808,08
6. SG Lampertshofen                      10:18                31:39               1806,71
7. Edelweiß Neufarn Parsdorf       10:18                25:45               1788,58
8. VSG Dingolfing                              8:20               31:39               1802,08