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27. Januar 2014

Steinhöring vereitelt Lorenzenbergs letzte Chance

Auch Edelweiß Kirchseeon vergibt finale Möglichkeit auf den LP Titel

Landkreis – Bereits zwei Runden vor Saisonende steht die zweite Mannschaft der FSG Glonn -Zinneberg wieder einmal als GauOberliga Meister der Luftpistolenschützen fest. Nachdem die zuletzt sehr überzeugenden Hubertusschützen aus Poing diesmal auch Edelweiß Kirchseeon (1431 zu 1427) in Schach hielten und Steinhöring zeitgleich völlig überraschend den Herbstmeister Lorenzenberg bezwang (1412 zu 1446), kann Glonn 2 von den Verfolgern nicht mehr eingeholt werden. Die FSG Reserve realisierte die Punkte diesmal gegen die SG Grafing: Ein richtig gutes 1425 zu 1461 lässt die Feuerschützen nun auch auf den Bezirksligaaufstieg hoffen, der Ringschnitt von aktuell knapp 1450 Zählern könnte ausreichen.

Auf dem Stand der FSG hatte am Donnerstag die Zahl 2,2 eine besondere Bedeutung: Matthias Zettl lief es nicht besonders, mitten im Programm gelang dem Glonner jedoch eine besonders saubere Zehn. Dieser selten genaue Schuss aus zehn Metern Entfernung, lediglich 22 tausendstel Millimeter vom absoluten Mittel entfernt, war so exakt gelungen, das kein Haar mehr Platz gehabt hätte. Keine Viertelstunde später dann erneut die ominöse 2,2. Diesmal jedoch leider „Ringe“ und nicht etwa „Teiler“! Glonns´ Werner Rehbock gelang ein flotter Ausreißer, der vom Mittelpunkt ungefähr soweit weg lag, wie der Olympiaturm vom Münchner Ostbahnhof. Rehbock nahm den Lapsus mehr als gelassen, mit insgesamt 355 Ringen wurde trotz dieser Zwei ein immer noch ordentliches Resultat erreicht. Für absolutes Grübeln sorgte die Meldung aus Lorenzenberg: Diana hatte einen schwarzen Tag und ausgerechnet das nutzte Schützenheil eiskalt aus: Florian Finkbeiner mit optimalen 371, Teamchef Josef Barthuber mit ordentlichen 364 und der Rest der Truppe nicht unter 354 Ringen, warum schafften die Steinhöringer das nicht schon viel früher? Trotz dieses Sensationssieges steht der Abstieg von Schützenheil fest und so dürfen sich die Mannschaften der Gauliga 2 demnächst wieder über eine Ramsl Pizza im XXL Format freuen. Keine besondere Überraschung war der Poinger Erfolg über Edelweiß Kirchseeon. Zuletzt wurden die Hubertusschützen um Claudia Plumbaum (368) und Markus Fuierer (371) immer besser und bei einer erfolgreicheren Vorrunde wäre bestimmt mehr als nur ein Mittelfeldplatz möglich gewesen. Für die nächste GOL Saison sollten die Gegner jedoch vor Poing gewarnt sein. Für Kirchseeon waren diesmal Michael Winter (370) und Gerda Lentner (366) die treffsichersten Schützen.

Adler Kirchseeon steht als Meister der Gauliga 1 (Nordgruppe) bereits fest, jetzt geht es nur noch darum, ungeschlagen durchs Ziel zu gehen. In Runde 9 hatte es die FSG Markt Schwaben als Gegner noch einmal spannend gemacht, das 1425 zu 1417 der Adlerschützen fiel knapper aus, als erwartet. Christiane Prosser (372) lag mit dem Rundenbestwert weit vor ihren Kirchseeoner Mannschafts- kollegen. Über die 1400er Marke kam diesmal auch die SG Tulling, gegen den nun feststehenden Absteiger Höger Anzing wurde ein 1403 zu 1374 Erfolg gemeldet. Auch in Ingelsberg lief es gut, die Gäste aus Ottersberg zogen beim 1406 zu 1392 Sieg der Ingoltschützen den Kürzeren.

Die Schlagzahl etwas reduziert haben die Seeschützen in der Gauliga 2 (Südgruppe): Gsprait hatte mit Grafing 3 (1408 zu 1336) jedoch zu keinem Zeitpunkt echte Probleme. Königseiche Moosach peilt nach einem 1395 zu 1381 Sieg über Frohsinn Egmating den Vizetitel an, Eva Monning legte die Messlatte dabei auf 371 Zähler. Glonn 3 verlies nach einem schmeichelhaften 1349 zu 1354 Erfolg bei den Elkofener Burgschützen zwischenzeitlich den Abstiegsplatz. Ob das Ausscheiden aus der Gauliga 2 jedoch endgültig verhindert werden kann, stellt sich am heutigen Donnerstag gegen den direkten Mitbewerber Grafing 2 heraus.

Spannend bis zum Ende bleibt es in der A-Klasse 1. Zorneding ist nach einem 1383 zu 1353 Heimsieg über den Mitfavoriten Parsdorf 3 aktuell am Drücker, Hubertus Eglharting könnte jedoch noch eingreifen: Mit 1402 zu 1332 Ringen wurde Hohenlinden bezwungen, der Ringschnitt für einen Eglhartinger Aufstieg in die Gauliga würde stimmen und Stefan Unzeitig (362) wäre sicher nicht abgeneigt. Ingelsberg 2 verbuchte zum Leidwesen der SG Hohenlinden zwei Punkte gegen Edelweiß Kirchseeon (1364 zu 1359), der Klassenerhalt ist für Hohenlinden so in weite Ferne gerückt.

Obwohl Adlerhorst Oberelkofen in der A-Klasse 2 erneut etwas besser war als Ebersberg, ein 1391 zu 1354 Heimsieg über Bruckhof wurde in der neunten Runde gemeldet, aufsteigen werden nach dieser Saison dennoch die Kreisstädter: Sebastiani ging bei Grafing 3 als Sieger vom Stand, das 1344 zu 1387 fiel deutlich aus. Berganger leistete sich erneut keine Schwäche, mit Leistungen wie zuletzt beim 1381 zu 1345 über Moosach 2 zählen die Rohrsdorfer kommende Saison sicher zu den Favoriten.

Poings Reserve scheint weiterhin unbezwingbar: In der B-1 waren die Gäste von der Ottersberger Zweiten zuletzt der Punktelieferant. Mit 1348 zu 1327 Ringen sicherten sich die Hubertusschützen einen weiteren Sieg. Ingelsberg 3 unterlag trotz einer starken Verena Mallon (358) den Gästen der Zornedinger Reserve mit 1239 zu 1250 und auch für Eglharting 3 lief es nicht besser: Die Adlerreserve aus Kirchseeon behauptete sich auf eigener Anlage mit 1263 zu 1200 Zählern.

Der feststehende Meister Gsprait 2 durfte sich diesmal entspannt zurücklehnen als es in der B-2 ein vorletztes Mal um Punkte ging: Die Seeschützen hatten das Freilos während die Verfolger aus Egmating patzten. Die Frohsinnreserve kam bei Steinhöring 2 nicht über eine knappe 1269 zu 1264 Niederlage hinaus. Tulling 2 entführte bei Eglhartings zweitem Anzug die Punkte. Das Duell endete mit 1312 zu 1327 Zählern zu Gunsten der angereisten Tullinger, die mit Manuela Richter (345) die zielgenaueste Einzelschützin der Runde in den eigenen Reihen hatten.