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28. Mai 2017

Sport Mental Tagestraining

Das Trainer und Betreuerteam des Sportschützengaues Ebersberg absolvierte bei  Sport Mental Trainerin Ute Stanggassinger www.mentalhouse.de ein sehr interessantes und aufschlussreiches Tagestraining.

Bericht von Jacqueline Gatzemeier

Mit mentaler Stärke zum Sieg

Mentaltraining, was ist das eigentlich?

Das haben sich die 16 Schützen, aus Gau Vorstandschaft, Trainer und Betreuer, auch gedacht.

Mit einem Alter zwischen 13 und 66 Jahren stellten wir uns der Aufgabe die Tiefen unseres Gehirns zu erforschen und unseren eigenen Ruheort zu finden.

Welcher Schütze kennt das nicht. Der äußere Anschlag passt perfekt-der innere Anschlag ebenfalls. Wenn nur der Kopf mitspielen würde… Der Ablauf und die Ergebnisse stimmen im Training-aber es klappt nicht in einer Wettkampfsituation?  Warum treffe ich in der Probe, aber ab dem ersten Wettkampfschuss klappt nichts mehr….

 

Als Unterstützung hatten wir in Parsdorf die Mentaltrainerin Ute Stanggassinger zu Gast. Sie betreut viele Nachwuchs Sportler und Profisportler und gibt auch Tipps bei mentalen Schwächen wie Prüfungsangst. Sie selbst war ebenfalls im Profibereich tätig und damit jüngste Volleyball Nationalspielerin in der ehemaligen DDR.

 

Im Wechsel erklärte Ute Stanggassinger uns die Methoden der Gedankenkontrolle, Routine oder Zielsetzung, während wir ihr ausführlich erklärten was das außergewöhnliche am Schießsport ist.

“Es ist eine Sache der Gemeinschaft und doch bist du für dich selbst verantwortlich, für deine Handlung und dein Ergebnis“, kam als Vorschlag. “Außerdem lernt man sich auf den Punkt zu konzentrieren und Disziplin zu wahren sonst bringt das nichts“, kam als nächster Einwand. Doch einer der Wichtigsten Punkte war für alle die Motivation und der Spaß der nie zu kurz kommen sollte.

Genau diese Motivation war auch ein großer Punkt in Utes Vortrag. “Warum habt ihr mit dem Schießen angefangen, warum macht ihr das so gerne?“ Nicht unbedingt jeder fand auf diese Frage eine Antwort und wurde sich bewusst, dass er sich noch einmal Gedanken über dies machen muss bevor er in einen Wettkampf geht.

Allgemein die Gedanken machten uns viele Sorgen. In einer Stresssituation Ruhe zu bewahren, obwohl man an diesem Stand immer schlecht schießt, etwas Positives zu finden und im schlimmsten Fall den Tag hinter sich lassen. “Wie sah euer bester Wettkampf aus? Wie habt ihr euch gefühlt? Was habt ihr gesehen? Was gerochen?“, das waren Utes Fragen an uns. Und fast alle fanden den einen schönen Moment an den man sich viel zu selten erinnert. “Welche Farbe passt auf dieses Ereignis?“ “Alle!“, war die Antwort von einer der jüngsten Schützinnen. Doch nach kurzer Überlegung legte sie sich auf Lavendel fest. Das machte uns deutlich, dass das Gehirn durch Visualisierung positive Gefühle mit Farben oder Begriffen verbinden kann.

Zu guter Letzt gab es noch die Möglichkeit das erlernte sofort umzusetzen und sich an den Schießstand zu stellen.

Im Großen und Ganzen sind wir alle nachdenklich und mit viel neuem Wissen aus dem Tag gegangen und werden in Zukunft auch mental unser Können trainieren und weiterbilden. Für Ute Stanggassinger brachte der Tag eine neue Sportart die ihre Fähigkeiten dringend benötigt.