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26. März 2019

Ottersberg macht mit 1539 Ringen den Deckel drauf

Luftgewehrschützen erstmals Meister in der Gauoberliga

 

Landkreis – Ein neuer Name steht seit letztem Donnerstag in den ewigen Meisterlisten des Schützengaues Ebersberg: Die SG Ottersberg belohnte sich mit dem ersten Titel in der Luftgewehr Gauoberliga für eine hervorragende Jugendarbeit. Wegen des zuletzt immer besser gewordenen Ringschnittes der jungen Mannschaft, in der Lisa Kiefer mit 394 Ringen einmal mehr für den wöchentlichen Bestwert sorgte, ist jetzt auch der Aufstieg in die Bezirksliga in greifbare Nähe gerückt.

„Es wird knapp, aber es ist möglich“, so Gausportleiter Walter Hartl, „aktuell sind die Otterberger vierter der dreizehn Gauersten in Oberbayern, das würde reichen“. „Noch haben aber nicht alle Gaue ihre Saison beendet“, so der Sportchef der Schützen. In der zehnten und letzten Runde machten die SG´ler mit beeindruckenden 1539 Ringen ihr Meisterstück. Der Gastgeber aus Eglharting notierte ordentliche 1501 Zähler für sich, die sich mitten im Abstiegskampf befindlichen Hubertusschützen waren angespannt ob der Resultate der Mitstreiter: Neufarn Parsdorf verlor, wie schon fast zu befürchten war, gegen die zuletzt gut aufgelegte SG Tulling. Das 1505 zu 1491 in Tulling machte die Edelweißschützen zum ersten feststehenden Absteiger. Jetzt war neben Eglharting noch Ingelsberg gefährdet, die Ingoltschützen hatten in Runde neun bei Punktgleichheit auf das Hubertusquartett nur einen einzigen Ring Vorsprung. Trotz Heimrecht gegen Glonn 2 (1518) und einem gut aufgelegten Alex Glaser (390) gelangen den Ingoltschützen insgesamt „nur“ 1495 Ringe, sechs weniger als Eglharting. Damit war der Klassenerhalt außer Reichweite, Ingelsberg stand hauchdünn als zweiter Absteiger fest.

Mit 20:0 Punkten und einem beeindruckenden Schnitt von über 1534 Ringen macht sich die SG Poing auf ins Luftgewehr Oberhaus. Der neue Meister der Gauliga Nord bezwang in der letzten Runde auch die Parsdorfer Reserve mit 1520 zu 1467, für die Zweite der Edelweißschützen geht es damit in die A-Klasse 1 zurück. Für einen feinen Schlusspunkt sorgte Angus Förster (389) und seine Markt Schwabener Erste: Zu Gast in Forstinning setzten sich die königlich privilegierten Feuerschützen mit 1475 zu 1497 Ringen erfolgreich durch. Neuer Vizemeister der Gauliga 1 ist die starke Edelweißreserve aus Kirchseeon, mit 1519 zu 1490 wurde zuletzt Gsprait besiegt und im kommenden Jahr wird zumindest sicher keine Poinger Truppe den sehr guten Waldbahnern (Schnitt 1510 Ringe) im Weg stehen, wenn es um den Titelgewinn geht.

Neben Poing aus der Nordgruppe wird sich aus der Gauliga 2 (Süd) das Frohsinnquartett aus Egmating auf den Weg in die Oberliga machen. Der letzte Vergleich gegen Grafing 2 fand zwar auf etwas mäßigerem Niveau statt (1479 zu 1443), das langte jedoch immer noch für 18:2 Punkte und einen Egmatinger Saisonschnitt von 1498 Ringen. Einfach wird es damit bestimmt nicht, mittlerweile gehören 1500er Ergebnisse in der GOL zum gewohnten Tagesgeschäft. Richtig Vollgas gaben zum Saisonende die Moosacher LG Spezialisten. Vroni Wolpertinger sorgte mit ihren 384 Ringen für den Gruppenbestwert und der hohe 1476 zu 1491 Auswärtssieg der „Vier von der Königseiche“ in Bruckhof verscheuchte das Abstiegsgespenst endgültig. Das hat sich nach der 1487 zu 1439 Niederlage bei Diana Lorenzenberg dann doch für Sebastiani Ebersberg entschieden, die Kreisstädter wechseln damit in die A-Klasse 2.

Im allesentscheidenden direkten Aufeinandertreffen der A-Klasse 1 Spitzenreiter hatten die „Sechzger“ die besseren Nerven: Mit 1433 zu 1469 Ringen bezwang Hohenlinden die Ottersberger Reserve und darf schon ab diesem Herbst in der Gauliga 1 an die Schießstände treten. Sonja Waltl (380) und Kilian Mitterer (372) freuen sich schon auf die neue Herausforderung. Am anderen Ende der Tabelle blieb der FSG Ebersberg auch in Runde zehn ein Erfolg verwehrt. Bei einer akut zahnlosen Glonner Dritten unterlagen die Kreisstädter mit 1410 zu 1404 Ringen und steigen damit in die B – Klasse ab. Im Duell der Reserven hatte Forstinning in Tulling die Nase vorn: Der Vergleich endete mit einem 1436 zu 1447 für die Gäste aus dem Landkreisnorden.

Spannung gab es in der A-Klasse 2 eigentlich nur noch im Kellerduell zwischen Glonn 4 und Grafing 3: Die FSG´ler patzten in Runde neun gewaltig und übernahmen dafür verdient die rote Laterne von den punktgleichen aber nun über 40 Ringe besseren Bärenstädtern. Das war aber noch nicht das Ende, denn Glonn konnte im letzten Anlauf wieder auf das komplette Stammpersonal zurückgreifen. Selbst mit Alli Ott (380) verloren die Feuerschützen immer noch gegen die überraschend starken Burgschützen aus Elkofen (1476), die mit Christian Köperl (384) den Tagesbesten in den eigenen Reihen hatten. Die 1466 Glonner Ringe reichten jedoch, um das Ringdefizit auf die ebenfalls unterlegenen Grafinger auszugleichen und die Bären doch noch zu überholen. Grafing verlor das Heimspiel gegen den neuen Meister Ingelsberg 2 zeitgleich mit 1410 zu 1491 und muss nun etwas überraschend den Abstieg antreten.

Aus der B-1 verabschiedet sich Poing 2 dann doch in die A-Klasse: Der Spitzenreiter machte es bis zuletzt spannend, meisterte aber die finale Aufgabe gegen das Schlusslicht Anzing mit 1422 zu 1369 Ringen. Der bis dahin punktgleiche Verfolger aus Eglharting wurde von der Ingelsberger Dritten eiskalt erwischt. Eigentlich motivierte sich die Hubertusreserve noch mit einem möglichen Patzer der Poinger, dann kam es aber bei den Ingoltschützen zu einer sehr harten Landung: Mit 1472 Ringen entzauberte der Gastgeber die Hubertusschützen (1430), der Eglhartinger Titeltraum war abrupt beendet und Michael Tristl (380 – Ingelsberg) maßgeblich daran beteiligt. Einen sauberen Saisonabschluss meldete die Markt Schwabener Reserve, der ein überdurchschnittlich hoher 1446 zu 1403 Sieg gegen Otterberg 3 gelang.

Eine strahlend weiße Weste und nach zehn Siegen in Serie die verdiente Meisterschaft in der B-2 feierte die SG Berganger Rohrsdorf nach einem 1417 zu 1383 Erfolg über Oberelkofen. Trotz Bestwert von Bernhard Zimmermann (377) reichte es für Adlerhorst damit nur für Platz drei der Endabrechnung. Mit einem 1374 zu 1324 über Schützenheil Steinhöring wurde Adler Kirchseeon Zweiter der Endabrechnung. Der zweite Anzug der FSG Ebersberg gewann den letzten Saisonauftritt gegen die Bruckhofer Reserve (1349 zu 1315), die sich damit in die C-Klasse verabschiedet.

Von dort werden zwei Mannschaften in die beiden B –Klassen aufsteigen: Der neue Meister der eingleisigen C-Klasse heißt trotz eines deutlichen Ringdefizits auf den Verfolger letztlich doch SG Hubertus Eglharting 3, ein finales 1395 zu 1276 über Edelweiß Buch machte den Titel perfekt. Der Forstinninger Dritten fehlten in der Endabrechnung zwei Punkte, das änderte auch der abschließende 1351 zu 1413 Erfolg bei der aufstrebenden Glonner Fünften nicht mehr. Im Gemeindeduell zwischen Waldeslust Netterndorf und der Bergangerer Reserve nutzten die Rohrsdorfer ihr Heimrecht: Der 1342 zu 1322 Erfolg änderte jedoch nichts mehr am Tabellenstand. Magdalena Sebele (Eglharting) sorgte mit ihren 368 Ringen für den letzten Bestwert der Saison, ab Herbst wird sie mindestens in der B-Klassenwertung zu finden sein.