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28. Januar 2018

Heißer Abstiegskampf in der Luftpistolen Gauoberliga

Parsdorf 2 und Kirchseeons Adler holen wichtige Punkte

Landkreis – Während bei der SG Grafing die einzige noch im Raum stehende Frage, ob denn der Ringschnitt nach der gewonnenen Meisterschaft auch zum Aufstieg in den Bezirk ausreichen wird, weiterhin unbeantwortet bleibt, geht es am anderen Tabellenende weitaus spannender zur Sache: Theoretisch kann vom aktuellen Zweiten Gsprait bis zum Vorletzten Parsdorf 2 noch jede Mannschaft zum Absteiger werden. Neben der ZSG Forstinning wird mindestens noch ein weiterer, gegebenenfalls auch ein dritter Absteiger ermittelt. Letzteres trifft zu, wenn Grafing den Sprung in den Bezirk nicht packt.

Die Bärenstädter verschlechterten diesen ominösen Schnitt gerade wieder um ein Stück, beim 1413 zu 1345 Sieg über den ersten bereits feststehenden Absteiger Forstinning gelang Stanislav Golubenko mit 366 Ringen zumindest der Tagesbestwert im Einzel. Teilen musste er sich diese Ehre jedoch mit Stefan Weber von den Kirchseeoner Adlern. Die stemmten sich mit einem klaren 1418 zu 1398 Heimsieg über Edelweiß Zorneding mit aller Kraft gegen das Abstiegsgespenst. Auch der aktuell akut gefährdete zweite Anzug von Edelweiß Neufarn Parsdorf hatte Grund zur Freude. Mit 1400 zu 1398 wurden die Seeschützen aus Gsprait bezwungen, im Tabellenkeller der GOL ist wieder alles offen.

Wer aus dem Norden des Schützengaues Ebersberg demnächst in der GOL antreten wird, ist auch noch nicht entschieden. Nach derzeitigem Stand sind es die Feuerschützen aus Markt Schwaben erst einmal nicht mehr: Gegen den direkten Mitbewerber um den Gauliga 1 Titel, Parsdorf 3 unterlag die FSG auf eigener Anlage mit 1369 zu 1377. Da auch Ingelsberg gewann, stehen die Ingoltschützen nach ihrem 1319 zu 1374 Erfolg bei Höger Anzing nun mit dem höchsten Ringschnitt an der Spitze des punktgleichen Dreierfeldes. Alex Glaser (369 – Ingelsberg) kann sich einen GOL Aufstieg durchaus gut vorstellen. Gegen die Burgschützen aus Elkofen gelang der SG Tulling ein 1367 zu 1330 Sieg.

Aus dem Süden wird sich die Sache mit dem Aufstieg zwischen Lorenzenberg und Egmating entscheiden. Während die Dianaschützen in der Gauliga 2 gegen Berganger (1355) satte 1427 Ringe aufboten, lies es Frohsinn (1399) gegen das Schlusslicht Glonn 3 (1325) etwas ruhiger angehen. Es wird also auf das Nervenkostüm der beteiligten Schützen im direkten Vergleich der beiden Spitzenteams in Runde 10 ankommen. Die völlig unter Wert auf Rang vier geführte SG Königseiche Moosach feierte einen 1413 zu 1367 Erfolg über Sebastiani Ebersberg und der Tagesbeste der GL 2 war ein Lorenzenberger: Andreas Gruchala zielte mit 363 Ringen am genauesten.

Reißt Poing 2 in der A-Klasse 1 das Ruder noch herum? Nach sechs erfolglosen Anläufen gelang der Hubertusreserve nun schon der zweite Sieg in Folge und im Abstiegskampf ist nun ein Dreigestirn gefährdet: Poing trägt nach dem 1397 zu 1363 Sieg über Edelweiß Kirchseeon 2 zwar noch die rote Laterne, erwischen kann es aber auch noch Grafing 2 (1362 zu 1381 Niederlage gegen Ottersberg) und die Ingelsberger Reserve, die diesmal in Hohenlinden (1403 zu 1355) gestoppt wurde. Ludwig Kohl konnte trotz Ligabestwert von 361 Ringen seine Ingoltzweite nicht vor dieser Niederlage bewahren.

Noch ein Sieg fehlt der Egmatinger Reserve zum Titelgewinn der A-Klasse 2. Obwohl die Frohsinnschützen nur den drittbesten Ringschnitt auf dem Konto haben, siegen sie in einer Tour: Gegen Gsprait 2 reichte ein 1314 zu 1274. Auch Bruckhof blieb in Runde acht ein gutes Stück unter den gewohnten Leistungen: Bei Ingelsberg 3 reichte jedoch ein 1268 zu 1336. Den Knaller der Woche meldete Oberelkofen: Das Quartett um Bernhard Zimmermann, der diesmal sagenhafte 375 Ringe mobilisierte, gewann bei Ottersberg 2 mit 1296 zu 1386 Ringen und ist doch nur Tabellendritter.

Eglharting steht als Meister der B-1 fest, auch gegen Zorneding 2 hinterließ die Hubertuseinheit einen sauberen Eindruck: Beim 1352 zu 1284 Heimsieg lag Eglharting fast zwanzig Ringe über dem bisherigen Schnitt. Keine Punkte gab es erneut für das Ottersberger „Gewächshaus“: Die Schülertruppe unterlag Adler Kirchseeon 2 mit 1256 zu 1191 Ringen. Zumindest war der Tagesbeste im Team von Ottersberg 3 zu finden: Anton Obermaier gelangen 344 Ringe.

Auch Tulling 2 wird nächste Saison eine Liga aufsteigen: Der feststehende B-2 Meister bezwang die Lorenzenberger Reserve mit 1374 zu 1293, ein glänzender Wert zu dem Lorenz Möllmann 354 Ringe beisteuerte. Eglharting 2 punktete gegen Grafing 3, hier wurde ein 1295 zu 1248 gemeldet.