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10. Februar 2020

Gspraiter Seeschützen sind neuer Luftpistolenmeister

SG Grafing auf der Zielgeraden abgefangen

Landkreis – Personelle Veränderungen im Team haben der SG 1809 Grafing den bereits sicher geglaubten Gauoberligatitel gekostet. Bis zur sechsten Runde waren die Bärenstädter ungeschlagen und führten die Tabelle mit 12:0 Punkten an, dann folgten vier Niederlagen in Serie und der Traum war vorbei. Feiern konnten letztlich die Gspraiter Seeschützen, die zuletzt bei den punktgleichen und ebenfalls wieder heiß gehandelten Dianaschützen aus Lorenzenberg mit 1411 zu 1425 Ringen gewannen, während Grafing die Meisterschaft gegen Tulling hauchdünn mit 1414 zu 1416 Zählern versemmelte. Moosach siegte wie in der Vorwoche nun auch gegen Egmating, das Königseichequartett verbesserte sich nach dem 1385 zu 1393 Auswärtserfolg um einen Tabellenplatz, steigt jedoch wie die Mannschaft der Frohsinnschützen ebenfalls in die Gauliga ab. Ob es Tulling als Vierten ebenfalls erwischt, hängt vom weiteren Abschneiden der aus dem Gau Ebersberg stammenden Mannschaften in der Bezirksliga ab. Mit 370 Ringen beendeten sowohl Lorenz Möllmann (Tulling) als auch Gusti Spötzl (Lorenzenberg) als Tagessieger die Luftpistolensaison.
Poings zweite Mannschaft lies auf der Zielgeraden der Gauliga 1 die Zügel schleifen und holte sich so noch eine 1370 zu 1382 Heimniederlage gegen Forstinning. Für die Truppe um Uli Huber (365) war es bereits der vierte Sieg in Serie und der wiederum brachte der ZSG in der Endabrechnung doch noch den zweiten Tabellenplatz. Zorneding stolperte über die Adler aus Kirchseeon, nach je 1372 Ringen auf beiden Seiten wurden die Punkte geteilt. Parsdorf 3 wird die GL1 verlassen, zuletzt unterlagen die Edelweißschützen in Otterberg auch noch unglücklich mit 1396 zu 1395.
Eine Stufe nach oben geht es für die zweite Mannschaft der SG Neufarn Parsdorf: Der GL 2 Meister schaffte als einziges Team im Gau die 20:0 Punkte und darf sich mit einem Schnitt von 1402 Ringen ab dem Herbst mit den Oberligateams messen. Zweiter wurde die Ingelsberger Reserve, die Ingoltschützen absolvierten ihren letzten Einsatz bei der SG Bruckhof und gewannen dort mit 1348 zu 1386 Ringen. Markus Glaser war dabei mit 362 Ringen auch Tagesbester, ein Wert, den er mit Waler Kiffe vom Meister teilte. Schützenheil Steinhöring hatte in Runde zehn die Sebastianischützen aus Ebersberg zu Gast und punktete mit einem 1384 zu 1349. Mit 1328 Ringen verabschiedete sich Berganger Rohrsdorf aus der Gauliga, hier dominierte der Hausherr Parsdorf 2 mit 1390 Ringen.
Auch Markt Schwaben verlor trotz gewonnener Meisterschaft seinen letzten Auftritt: In der A-Klasse 1 schlich die FSG nach einem 1363 zu 1352 erstmals in dieser Saison geschlagen vom Stand der Grafinger Dritten. Edelweiß Kirchseeon 2 notierte zeitgleich einen 1360 zu 1345 Erfolg über Hubertus Eglharting auf den Meldebogen. Besonders tragisch: Trotz einer guten Steigerung liegt Eglharting im Vergleich mit dem Tabellenfünften der parallelen Südgruppe immer noch minimal hinter Gsprait 2, lediglich fünf Ringe Differenz würden den Abstieg entscheiden, wenn ein Gauteam aus dem Bezirk absteigen sollte. Als Schlusslicht sicher in die B-Klasse verabschieden wird sich Ottersberg 2, zuletzt ging der Vergleich bei Hohenlinden 2 mit 1366 zu 1311 verloren. Manfred Strasser (359) holte zumindest den höchsten Tageswert nach Ottersberg.
Aus der Südgruppe A-2 wird Adlerhorst Oberelkofen in die Gauliga aufsteigen. Der Absteiger Egmating 2 war finaler Gegner der Mannschaft um Bernhard Zimmermann (361), die in Egmating mit 1338 zu 1369 Ringen gewann. Eine tolle Aufholjagd brachte der SG Hohenlinden noch den zweiten Tabellenplatz. Nach vier verlorenen Partien zum Start gewannen die „Sechzger“ im Anschluss alles, was zu gewinnen war und auch Gsprait 2 wurde mit 1381 zu 1304 Ringen geputzt. Noch fünf Ringe weniger hätte die Seeschützen tatsächlich zum Abstiegskandidaten gemacht. Tulling 2 rettete sich mit einem 1362 zu 1339 Sieg über Elkofens Burgschützen vom Tabellenende.
Eine Doppelrunde absolvierte die B-Klasse zum Saisonende: Während Grafing als Meister und Aufsteiger feststand, ging es noch um den zweiten Tabellenplatz, der ebenfalls zum Aufstieg qualifiziert. Hier leistete sich Glonn 3 am Dienstag noch einen 1303 zu 1292 Schnitzer bei den Ottersberger Jungschützen während Diana Lorenzenberg bei Hubertus Eglharting 2 mit 1291 zu 1313 Ringen gewann. Diana war für zwei Tage Tabellenzweiter hinter Grafing (Freilos), Ingelsberg 3 punktete nach einem 1237 zu 1197 über Adler Kirchseeon 2. Am Donnerstag war dann das Berger Quartett wegen Freilos zum Zusehen verdonnert und das war besonders bitter: Die FSG steigerte sich deutlich und setzte sich gegen Ingelsberg 3 mit 1337 zu 1172 Ringen durch. Noch besser war überraschend Eglharting 2: Ein 1338 zu 1282 über Ottersberg 2 sorgte für ein Aufhorchen. Grafing 2 war wieder einmal nicht zu toppen, bei Kirchseeons Adlern lagen die Bären mit 1284 zu 1360 Ringen klar vorne. Elena Roppelt war mit 357 Ringen am Erfolg der Grafinger beteiligt.