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30. November 2018

Glonn sorgt für den ersten Kratzer im Poinger Glanzlack

Titelfavorit unterliegt der „taktischen Aufstellung“ der FSG

 

Landkreis – Die Hälfte aller Mannschaften der Luftpistolen Oberbayernliga Süd/Ost kommt aus dem Gau Ebersberg. Zwei davon haben in der dritten Wettkampfrunden gewonnen. Mehr ging auch nicht, denn es kam schon wieder zu einem gauinternen Duell: Der haushohe Favorit aus Poing hatte die zuletzt recht ungefährliche Glonner Erste zu Gast und erlebte dabei eine böse Überraschung.

Während die FSG vergangene Woche bei Edelweiß Kirchseeon noch mit zwei Ersatzschützen antreten musste und auswärts 2:3 verlor, war diesmal zumindest Klaus Garten wieder dabei. Auf Position eins konnte er gegen Ingo Schweinsberg von den Gastgebern jedoch nichts ausrichten und verlor die Paarung mit 367 zu 353 Ringen recht deutlich. Wegen seines bisherigen Ringschnittes war Martin Eder für Glonn auf der Zwei gesetzt. Er verbesserte sich im Vergleich zur Vorwoche auf sehr gute 367 Ringe, zu viel für Claudia Plumbaum (363) von den Hubertusschützen. Den Ausgleich baute der für Fred Waschke ins Team berufene Ersatzmann Florian Zettl sogar noch zu einer Führung aus: Mit 358 Ringen hielt er den Poinger Neuzugang Werner Lackerbauer (356) knapp unter Kontrolle. Dann gelang dem Feuerschützen Franz Zehetmaier ein ganz wichtiger Punkt: Gegen Hannes Reinhardt (361) lag er am Ende um einen Ring vorne, die Messe war gelesen! Auch der finale Duellsieg von Poings Markus Fuierer (365) über Andi Riedhofer (345) verbesserte das Gesamtergebnis auf nur noch 2:3 aus Sicht der Gastgeber, obwohl das Ringresultat von 1812 zu 1785 Zählern die eigentliche Dominanz der Poinger noch einmal unterstrich.

Zu mehr als 1800 Ringen waren in der Oberbayernliga Luftpistole bisher nur die Hubertusschützen fähig. Was Poing in allen drei Wettkämpfen gelang, hat keine andere Mannschaft aus der Gruppe bisher auch nur einmal erreicht. So war in dieser Runde auch bei Edelweiß Kirchseeon schon bei 1765 Schluss, in Anbetracht der drei gewonnenen Duelle gegen Waldram aber überhaupt kein Grund zur Unzufriedenheit. Auch die Edelweißschützen gewannen die Paarungen im Mittelfeld. Gerda Lentner bekam es auf der Eins mit dem Topschützen der Wolfratshausener zu tun, gegen Michael Libowsky unterlag sie mit 359 zu 363 Ringen knapp. Dann hatten Michael Winter (360), Christoph Wacker (353) und Peter Frey (348) ihre Gegenüber im Griff und machten drei Duellpunkte. Kirchseeons Erwin Koch (345) gab an Position fünf startend, nur knapp an Mandy Krautschneider (347) von den Gästen ab.

In einer weiteren Begegnung überzeugten die königlich privilegierten Feuerschützen aus Lenggries im Heimwettkampf mit 4:1 Duellsiegen gegen das Schlusslicht aus Rott am Inn. Nach dem Glonner Sieg über Poing sieht die Tabelle derzeit sehr ausgeglichen aus. Ein Zustand, der sich jedoch schon bald wieder zum Vorteil des Favoriten ändern wird.

Die Tabelle nach drei Runden:

  1. SV Hubertus Poing                    4:2         10:5 Duelle         1816,00 Ringe
  2. FSG Lenggries                            4:2           8:7                      1778,00
  3. SG Edelweiß Kirchseeon          4:2           8:7                      1759,33
  4. FSG Glonn Zinneberg               4:2           8:7                      1755,00
  5. Stoarösl Waldram                      2:4           8:7                      1752,00
  6. SG Rott am Inn                          0:6           3:12                    1766,00