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16. März 2015

Edelweiß Kirchseeon profitiert vom unfreiwilligen „TUXIT“

SG Tulling lässt im Vergleich zur Vorwoche 32 Ringe liegen

Landkreis – Irgendwie musste man die SG Tulling als vermeintlich letzten ernstzunehmenden Gegner um den Meistertitel in der Luftgewehr Gauoberliga immer auf der Uhr haben. Oft kamen aus dem Landkreisosten Topresultate, die auch den Tabellenführer Edelweiß Kirchseeon zum frösteln brachten. Doch nun bahnt sich der TUXIT an: Tullings Ausstieg aus dem Titelkampf: Zu Gast bei Parsdorfs Erster hatten die Tullinger LG Spezialisten einen bescheidenen Tag erwischt: Satte 32 Ringen fehlten im Endresultat auf die eigene Leistung der Vorwoche, die Edelweißschützen Neufarn Parsdorf gewannen mit 1511 zu 1491. Bahn frei also für den Spitzenreiter? Bei Edelweiß Kirchseeon war Frohsinn Egmating eingeladen, auch kein ganz ungefährlicher Gegner: Michael Winter vom Gastgeber wollte es zumindest nicht knapp werden lassen und legte mit 398 Ringen ungeheuer stark vor. Da seine Teamkollegen jedoch etwas Sicherheitsabstand zu den Topwerten der Liga wahrten, standen am Schluss lediglich 1508 Ringe auf dem Kirchseeoner Meldebogen. War Egmating für mehr aufgelegt? Zum Unheil der Gastgeber traf genau das ein: 1510 Zähler addierten die Frohsinnschützen zusammen. Kirchseeon war also heilfroh, dass die Edelweißkollegen aus Parsdorf zumindest die Verfolger aus Tulling im Zaum halten konnten. Glonn 3 besiegelte nach einer 1510 zu 1483 Niederlage bei den Gspariter Seeschützen den eigenen Abstieg in die Gauliga. Das Freilos traf diesmal auf Grafings Reserve, auch bei den Bärenstädtern poltert das Abstiegsgespenst noch auf Hochtouren. Nächster Gegner des Spitzenreiters wird übrigens Glonn 3 und erst danach Tulling sein. Die Edelweißschützen werden den Sack also wohl zumachen, bevor es gegen die Tullinger noch einmal richtig spannend werden könnte.

Eglharting, Ingelsberg oder doch Ottersberg? Wer will denn nun aus der Gauliga Nord ins Oberhaus aufsteigen? Aktuell hat Hubertus die besten Karten: Mit satten 1503 Ringen schnappten sich die Eglhartinger nicht nur gegen Schlusslicht Tulling 2 (1456) beide Punkte, auch der Sprung an die Spitze ging nebenbei noch mit. Die punktgleichen Ingelsberger Schützen haben in acht Wettkämpfen lediglich 12 Ringe weniger erzielt, zuletzt ging Markt Schaben beim 1470 zu 1478 ins Netz. Ottersberg reichten 1455 Ringe zu einem Sieg über Parsdorf 2 (1438) und Tagesbester war mit 381 Ringen Eglhartings Gerhard Prosser.

Zu einem Favoritensturz kurz vor Saisonende kam es etwas überraschend in der Südgruppe der Gauliga: Forstinning erwischte bei den Dianaschützen einen rabenschwarzen Tag und unterlag Lorenzenberg mit 1500 zu 1467 Ringen doch recht deutlich. Noch ist jedoch alles reparabel. Auch Elkofens Burgschützen passierten die ZSG im Tabellarium: Ein knapper 1494 zu 1498 Sieg bei Egmating 2 schob das Quartett um Christian Köperl (387 Ringe) auf Rang zwei vor. Tullings Reserve verlor seinen wahrscheinlich letzten Matchball mit 1417 zu 1459 Ringen an die Edelweißreserve aus Kirchseeon.

Ottersberg 2 gelang in der A-Klasse 1 ein besonders wichtiger Sieg: Die Verfolger aus Gsprait konnten mit knappen 1452 zu 1449 Ringen bezwungen werden. Da der ex-Spitzenreiter Hubertus Poing auch gegen die gut aufgelegte ZSG Zweite aus Forstinning unterlag (1461 zu 1410) winkt der Ottersberger Reserve nun der Aufstieg in die Gauliga! Für Forstinnings Spitzenwert zeichnete übrigens Hans Hörgstetter (376 Ringe) mitverantwortlich. Eglharting 2 hat spätestens nach einem 1430 zu 1407 Erfolg über die FSG Ebersberg in Runde acht nichts mehr mit dem Abstieg zu tun.

Unnötig spannend wird die A-Klasse 2 durch das gute Abschneiden der SG Bruckhof gemacht… zumindest wenn es nach den Sebastianischützen aus Ebersberg geht: 1477 zu 1435 Ringe zauberten die Gastgeber, zu viel diesmal, für die Kreisstädter. Bruckhofs Peter Meilinger und Norbert Streu teilten sich den Topwert von 373 Ringe noch mit Christian Hehenberger von der Glonner Fünften. Dessen Truppe markierte einen 1435 zu 1380 Erfolg über die dritte Garnitur der SG Ottersberg. Moosach buchte gegen Lorenzenberg 2 einen doppelten Punktesatz, Königseiche überzeugte mit 1418 zu 1438 Zählern.

Es könnte sein, das die SG Hohenlinden die FSG Vierte zukünftig ins Nachtgebet einschließt: Das B-Klasse 1 „Hühnertrio“ um Glonns Oldie Herbert Froschauer (366) knackte den Spitzenreiter Höger Anzing mit 1423 zu 1445 Ringen und das auf dessen Anlage! Sophie Ott wusste z.B. mit 373 Ringe zu überzeugen. Damit wäre der Weg wieder frei für Hohenlinden: Ordentliche 1420 Ringe gelangen den Sechzgern gegen Berganger 2 (1389) bei Punktgleichheit fehlen den Verfolgern, die mit Sonja Waltl (376) die Tagesbeste in den eigenen Reihen hatten, zum Spitzenplatz aktuell noch 50 Ringe in der Gesamtwertung – oder eben zum Schluss der Saison zwei Punkte mehr auf dem Konto als Anzing. Ein weiterer Sieg gelang dem Schlusslicht Ingelsberg 2, mit 1409 zu 1405 Ringen reichte es gegen Grafing 3.

Nicht einmal antreten musste die Bergangerer Erste um Meister zu werden: In der B-Klasse 2 wurde für Rohrsdorf wegen des Ausscheidens der Glonner Sechsten ein Zweier gebucht, damit ist der Titel fix. Steinhöring patzte gegen unglaublich starke Adlerhorstschützen aus Oberelkofen (1387 zu 1446), Bernhard Zimmermann war hier schon alleine für 384 Ringe zu haben. Durch einen 1378 zu 1359 Sieg über Eglharting 3 setzte sich Bruckhofs Reserve vom Tabellenkeller ab.

In der C-Klasse dominieren weiter die Adler aus Kirchseeon: In Netterndorf gelang ein 1330 zu 1380 Erfolg. Berganger 3 bleibt nach einer 1368 zu 1379 Niederlage gegen Markt Schwabens Reserve im Klassement derzeit hinter den Waldeslustschützen platziert. An Andreas Eder hat es nicht gelegen, der Routinier der Rohrsdorfer erzielte 368 Ringe im Einzel. Ein sehr knappes 1331 zu 1329 hält die Titelfrage in der C-Klasse zumindest theoretisch spannend, mit diesem zwei Ringe Abstand gewann der Zweitplatzierte Tulling 4 gegen die FSG Reserve aus Ebersberg.