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16. Januar 2018

Auch Gsprait kann das Grafinger LP Team nicht stoppen

Bärenstädtern fehlt nur noch ein Punkt zur Meisterschaft

Landkreis – Sprichwörtlich beinahe wie das Messer durch die heiße Butter, so geschmiert läuft es derzeit für die erste Mannschaft der Grafinger Luftpistolenschützen in der Gauoberliga. Zum Rückrundenauftakt war am Dienstag ein ersatzgeschwächtes Steinhöring (1302 zu 1436) und zwei Tage später das Quartett der Gspraiter Seeschützen (1420 zu 1381) kein wirklich ernstzunehmender Gegner für den beinahe schon als Meister feststehenden Tabellenführer. Auch andere Teams in der GOL gingen auf Sparflamme in die Rückrunde: Edelweiß Zorneding gewann bei der ZSG Forstinning mit schmeichelhaften 1356 zu 1366 Ringen obwohl sich Dr. Martin Vetter (363) vom Gastgeber derzeit in Topform befindet. Adler Kirchseeon packte zumindest die 1400er Grenze, gegen Schützenheil Steinhöring gelang am Donnerstag ein befreiendes 1406 zu 1360. Sehr wichtig, weil nach der Saison gleich drei Teams den Gang in die Gauliga antreten müssen, falls der Meister nicht in den Bezirk aufsteigt.

Auch in der Gauliga 1 ist teilweise noch Luft nach oben: Die FSG Markt Schwaben hatte als Tabellenführer die Burgschützen aus Elkofen eingeladen, beim 1377 zu 1326 blieben die Gäste weit hinter dem bisherigen Schnitt. Entzaubert wurde auch die SG Ingelsberg: Nach einer 1366 zu 1364 Niederlage bei Parsdorf 3 ist für die Ingoltschützen der Titelkampf nicht einfacher geworden. In der Partie Tulling / Anzing blieben zumindest beiden Mannschaften ihrem Schnitt treu, die Hausherren überzeugten letztlich mit 1375 zu 1320 Ringen. Christian Zacherl (Markt Schwaben) zielte mit 360 Zählern im Einzel besonders genau.

Mit „Ach und Krach“ verteidigte Diana Lorenzenberg den Spitzenplatz in der Gauliga 2! Ein minimaler und sehr glücklicher 1392 zu 1391 Sieg über Königseiche Moosach lässt die Berger LP Truppe weiter von der GOL träumen. Davon hält Frohsinn Egmating eher wenig: Sensationelle 1423 Ringe gegen Berganger (1366) machen die Truppe um Sigi Kiermaier (357) zum heißesten Mitbewerber um den Aufstieg. Noch einen Ring besser als der Frohsinnchef war sein Kollege Josef Eiler, der 358 Zähler für Egmating notieren lies. War es das schon für die Glonner Dritte? Mit 1319 zu 1366 verlor die FSG gegen Sebastiani Ebersberg, viele Chancen auf den Klassenerhalt wird es für die Feuerschützen nicht mehr geben.

Eher ungefährdet steuert die SG Ottersberg in der A-1 dem Titel entgegen: Nach einem 1402 zu 1381 Sieg gegen eine überraschend starke Ingelsberger Reserve dürfte das Restprogramm nun eher leichter werden. Georg Obermaier (364) von der SGO wird nichts dagegen haben. Edelweiß Kirchseeon 2 bleibt zwar weiterhin dran, das 1296 zu 1317 bei Grafing 2 deckt jedoch den Leistungsunterschied zum Tabellenführer deutlich auf. Auch die SG Hohenlinden wahrte nach einem 1289 zu 1326 Sieg bei Hubertus Poing 2 (1289 zu 1326) seine theoretischen Chancen auf Platz eins.

Was die eigene Erste noch vor sich hat, realisierte Frohsinn Egmating 2 bereits: In der A-Klasse 2 gehört der Spitzenplatz nach einem 1357 zu 1323 Erfolg über die SG Bruckhof nun unangefochten den Egmatingern. Einen Hauch besser schoss am Donnerstag jedoch Adlerhorst Oberelkofen: Bernhard Zimmermann (366) und Manfred Ebert (356) erlegten die Seeschützenreserve aus Gsparit beim 1317 zu 1359 beinahe im Alleingang. Noch nicht zum ersten Saisonsieg hat es für Ingelsberg 3 gereicht. Gegen Ottersberg 2 kamen die Ingoltschützen im Kellerderby nicht um eine 1212 zu 1254 Niederlage herum.

Hubertus Eglharting hat eine Gemeinsamkeit dem GOL Führenden Grafing: Nur noch ein Punkt fehlt zur Meisterschaft. Der B-1 Primus bezwang die benachbarte Adlerreserve aus Kirchseeon mit 1294 zu 1319, eigentlich dürfte einem Eglhartinger Aufstieg nichts mehr im Wege stehen, wenn es nach Roland Marschner (341) von den Hubertusschützen geht. Zorneding 2 gewann bei Ottersbergs Nachwuchstruppe mit 1135 zu 1250 Ringen.

Noch näher am Titel ist die Tullinger Reserve in der B-Klasse 2: Mit vier Punkten Vorsprung bei noch vier zu vergebenden Punkten bräuchte der Tabellenzweite Eglharting 2 schon ein größeres Wunder um die 107 Ringe Differenz im Schnitt noch aufzuholen. Das Ding ist durch, zumal die Tullinger Truppe, die neben Lorenz Möllmann (355) auf Rang eins auch die nächsten vier Plätze der Einzelwertung für sich markierte, zum Rückrundenstart den direkten Verfolger Hubertus Eglharting 2 mit 1385 zu 1224 Ringen düpierte. Lorenzenberg 2 schnappte sich dann doch noch Grafing 3: Der hohe 1286 zu 1212 Heimsieg kam nicht nur für die Bärendritte überraschend.