Wieder keine Punkte für Zinneberger LP Schützen

Altschützen Pullach siegen nach spannendem Verlauf mit 3:2 Duellen

Landkreis – Die Siegchancen waren zugegebenermaßen äußerst gering, der Aufsteiger aus dem Bad Aiblinger Vorort Pullach ist schon eine Hausnummer, das war den Feuerschützen aus Glonn bewusst. Mit null Punkten aus der Vorrunde und in größter Abstiegsnot gingen die Zinneberger trotzdem motiviert in den Vergleich mit dem Tabellenzweiten der Luftpistolen Oberbayernliga Süd/Ost. Franz Zehetmaier hatte den gesamten Nachmittag damit verbracht, sein berühmtes Sauerkraut einzukochen, zumindest an einer anschließenden Brotzeit sollte es nicht fehlen. Gefehlt hat auf Seiten der Glonner der Stammschütze Andi Riedhofer, der von Christan Huber aus der zweiten Mannschaft vertreten wurde. Dann ging es in der Kugelfeldstrasse für alle Aktiven zeitgleich an die Zehnmeterstände. Schon nach wenigen Minuten verfolgten die Zuschauer eine überraschende 4:1 Hochrechnung zu Gunsten der Hausherren! Jetzt ein Stromausfall und das Ding wäre im Sack… so der nicht ganz ernst gemeinte Kommentar im „Stüberl“ vor dem Großbildschirm. Knappe zwanzig Minuten später zeigte die Hochrechnung ein komplett anderes Bild: Die Gäste führen in allen fünf Duellen. Stark aufholen konnte Matthias Zettl von der FSG, der zunächst in Paarung eins ein gutes Stück hinter Thomas Stadler zurücklag. Am Ende machte er mit 362 zu 357 Ringen sogar noch seinen Duellpunkt. Das gelang zur Freude der Glonner Stammschützen auch dem Ersatzmann Christian Huber, der sich gegen Fabian Ulbert mit 342 zu 339 Ringen behauptete. Martin Eder verlor sein Duell trotz guter Leistung und spannendem Verlauf letztlich mit 362 zu 366 Ringen an Roberto Lehmann, Fred Waschke (340) sah gegen Matthias Determeyer (357) zu keiner Zeit Land und auch der Glonner „Sternekoch“ Franz Zehetmaier (351) musste sich seinem Gegner geschlagen geben: Elias Kirner (368) schoss in Paarung vier extrem konstant und beendete seinen Wettkampf mit einer hervorragenden 96er Serie. Die Glonner nahmen die knappe 2:3 Niederlage (1757 zu 1787 Ringe) mit Humor, „was Anderes bleibt einem da auch nicht mehr übrig“, so der Küchen- und Mannschaftsboss Zehetmaier.

Zu einem gauinternen Duell empfing die SG Ingelsberg die LP Schützen aus Tulling. Beim 1729 zu 1748 entschieden die Gäste drei der fünf Duelle für sich und damit liegt die SG Tulling tatsächlich nur zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter Poing zurück. Markus Glaser verlor sein Duell gegen Lorenz Möllmann mit 357 zu 370 Ringen. Alexander Glaser glich mit einem 365 zu 345 über Josef Barthuber zunächst aus. Die erneute Tullinger Führung markierte Anna Fürfanger nach einem 345 zu 337 über den Ingoltschützen Christian Glaser. Ludwig Kohl unterlag in Paarung vier Tobias Kipfelsberger mit 336 zu 358, Ingelsbergs Wolfgang Glaser machte das fünfte Duell mit 332 zu 330 Ringen gegen Tullings Sabina Kipfelsberger fix.

Kein echter Prüfstein war die Bad Tölzer Reserve für den Spitzenreiter Hubertus Poing. Beim 1779 zu 1712 blieben alle fünf Duellpunkte im Gau Ebersberg. Ingo Schweinsberg (365), Hannes Reinhardt (369), Claudia Plumbaum (364), Thomas Schönweitz (347) und Markus Fuierer (334) befinden sich nach diesem Sieg auf dem direkten Weg zum Titel und der damit verbundenen Bayernligaqualifikation … wenn die Altschützen aus Pullach nicht doch noch zum Spielverderber werden. Das Freilos fiel in dieser Runde auf die Parsdorfer Edelweißschützen.

Die Tabelle:

  1. SV Hubertus Poing                         12:2       29:6 Duelle         1791,86
  2. Altschützenges. Pullach                10:4       20:15                   1770,43
  3. SG Tulling                                         10:4       16:19                   1740,86
  4. SG Edelweiß Neufarn Parsdorf     6:6       15:15                   1758,67
  5. Ingoltschützen Ingelsberg             6:8       15:20                   1741,00
  6. Kgl. priv. FSG Bad Tölz II                4:10     15:20                   1739,86
  7. FSG 1887 Glonn Zinneberg            0:14     10:25                   1753,00

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