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24. Juni 2021

Unsere Gauvereine stellen sich vor > SV Frohsinn Egmating

Einer der ältesten Vereine in der Gemeinde Egmating dürfte der Schützenverein „Frohsinn“ sein. In einem Kassenbuch aus dem Jahre 1853 wurde bereits ein Schützenverein aufgeführt. Nach Aussagen und Überlieferungen von Gründungsmitgliedern hat es sich dabei höchstwahrscheinlich um den Frohsinn-Verein gehandelt. Dies ist jedoch nicht mehr eindeutig feststellbar, da es früher drei Schützenvereine im Ort gab. Im Jahr 1954 wurde der Verein von einigen Männern und Burschen neu ins Leben gerufen. Leonhard Schreil sen. übernahm das Amt des 1. Schützenmeisters und die Geschichte des Vereins beginnt.

Nach vielen Jahren im Brauereisaal im Schloss Egmating, in dem die Schießanlage zu jeder Veranstaltung demontiert werden musste, ging es im Jahr 1981 in den sogenannten Eiskeller im rückwärtigen Brauereigebäude mit vier Schießständen und einen kleinen Aufenthaltsraum. Dies war das erste eigene Schützenheim des Vereins.

Doch schon 10 Jahre Später ergab sich im Zusammenhang mit dem Golfplatzbau der Umbau des Brauereigebäudes. Dadurch brauchte auch der Schützenverein neue Räumlichkeiten für ein Schützenheim. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde und einigen Vorstandschaftsmitgliedern wurde ein Plan ausgearbeitet. Bald darauf stellte die Gemeinde einen Teil des Gemeinderaumes und des alten Feuerwehrhauses zum Umbau zur Verfügung. Im Mai 1991 konnte mit den Arbeiten begonnen werden und in 1600 Arbeitsstunden wurde durch fleißige Vereinsmitglieder unser neues Domizil fertig gestellt. Noch im gleichen Jahr wurde das Schützenheim bezogen, in dem wir uns noch bis heute befinden.

 

Unser gemütliches Schützenheim besteht aus rund 35 Sitzplätzen, einer kleinen Küche und sechs inzwischen voll elektronischen Schießanlage, welche 2018 in einem öffentlichen Eröffnungsturnier eingeweiht wurde. Hierbei wurde der gesamte Ort dazu eingeladen, am Schießstand ihr Talent zu beweisen.

 

Im Rhythmus von rund zwei Wochen finden bei uns gemütliche und gesellige Vereinsabende statt. Unser Jahresplan beinhaltet auch zahlreiche Preisschießen, bei welchen die Vereinsmitglieder und gelegentlich auch die Öffentlichkeit, Preise abräumen kann. Auch betreiben wir jede Woche ein Jugendtraining für unseren Nachwuchs im Ort. Zahlreiche Mitglieder bleiben dem Verein durch diese Tätigkeit erhalten.

Corona hat uns leider besonders schwer getroffen. Nicht nur dass unser Schießbetrieb seit dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr komplett stillsteht. Im Februar wurde in unseren Räumlichkeiten ein Wasserschaden entdeckt. Einige Wochen ist hier Wasser aus einer Frischwasserleitung unter der Holzdecke ausgetreten und wurde aufgrund des nicht stattfindenden Schießbetriebes nicht entdeckt. Nach ersten Begehungen gingen wir davon aus, dass nur Teile unserer Einrichtung des Aufenthaltsraums beschädigt wurden und eine stellenweise Sanierung des Bodenbelages und der Austausch der Küche nötig sei.

Nach den ersten Sanierungsarbeiten, bei denen Teile des Bodens und der beschädigten Wände geöffnet wurden, wurde jedoch schnell klar, dass der Schaden größer ist als bisher vermutet. Das Wasser hat sich seinen Weg gesucht und den gesamten Estrich des Schützenheims, den vorderen Teil des Schießstandes, als auch den gesamten „alten“ Gemeindesaal aufgeweicht. Das bedeutet eine Komplettsanierung der gesamten Räumlichkeiten, die wir uns vor 30 Jahren in mühevoller Mitgliedsarbeit erarbeitet hatte. Die Kosten werden Großteils von Versicherungen übernommen. Dennoch werden viele Arbeitsstunden auch auf den Verein zukommen, um den Schießbetrieb wieder vollumfänglich aufnehmen zu können. Wir stehen mit der Gemeinde, der die Räumlichkeiten gehören, im engen Austausch und gehen die Wiederherstellung der Räumlichkeiten gemeinsam an.

Nach der erfolgten Sanierung werden wir wieder zu neuem Glanz erstrahlen und das Vereinsleben wird wieder aufleben. Bis dahin könnt ihr den Fortschritt auf unseren Sozial Media Kanälen auf Facebook oder Instagram gerne verfolgen. Auch um jede helfende Hand oder Sachspenden werden wir natürlich sehr dankbar sein. Selbstverständlich werden wir uns bei dem Neuaufbau an alle zu dem jeweiligen Zeitpunkt geltenden Hygienemaßnahmen und -regeln halten, um die Sicherheit der Helfer zu gewährleisten.